Am 11. und 13. Juni durften die vierten Klassen der Goldhut-Grundschule einen Vormittag auf dem Bauernhof verbringen. Dafür besuchten sie mit ihren Lehrkräften den Milchviehbetrieb der Familie Gottschalk in Oberferrieden, wo sie einen Einblick in den Alltag auf dem Hof bekamen. Zu Beginn durften die Kinder Kühe und Kälber streicheln, während Frau Gottschalk ihnen Rede und Antwort stand. Im Anschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Führung durch den Betrieb, bei der sie sowohl die verschiedenen Ställe der Tiere, als auch die Melkanlage und den großen Milchtank begutachten konnten. Ein besonderer Hingucker war hierbei das Hofkalb "Ingo". Später ergab sich sogar die Gelegenheit, den Kühllaster bei der Abholung der Milch zu beobachten. Nach einer kleinen Stärkung durften die Viertklässler dann selbst aktiv werden: An Stationen erforschten sie die Ernährung von Kühen, die Milchleistung sowie die verschiedenen Mägen der Wiederkäuer. Dort erfuhren die Jungen und Mädchen, dass Kühe zwischen 80 und 120 Liter Wasser am Tag trinken und im Schnitt 22 Liter Milch täglich produzieren. Das Highlight bildete die praktischste der Stationen, an der die Kinder selbst Butter und Quark herstellen durften. Nach der Absolvierung der Stationen gab es zur Brotzeit Butterbrote - natürlich mit der selbst gemachten Butter. Zu Besuch bei Milchbauern durfte natürlich auch eine Milchverkostung nicht fehlen, bei welcher die Klassen aus H-Milch, Frischmilch aus dem Supermarkt und der Frischmilch direkt vom Hof die beste küren sollten. Hierbei gewann mit überragender Mehrheit und wenig Überraschung die Milch des Hofes. Bevor sich die Schülerinnen und Schüler wieder auf den Heimweg begaben, wurde es noch ein Mal ernster: Frau Gottschalk erinnerte die Kinder daran, dass für quasi jedes Essen, dass sie gerne mögen, ein Bauer nötig ist, der die Nahrungsmittel produziert. So erhielt ein Vormittag voller Spaß und Wissen schließlich auch noch eine moralische Note, welche für eine wertschätzende Haltung gegenüber dem Beruf des Bauern appellierte.